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Jan III. Sobieski

25. August 2019

Jan III. Sobieski wurde am 17. August 1629 in Olesko, in der heutigen Ukraine, als Sohn von Jakub Sobieski und Sofia-Teofila Daniłowicz geboren. In seiner Kindheit erhielt er eine umfangreiche Schulbildung an der ältesten Schule Polens in Krakau. Von 1640 bis 1647 studierte er dann an der Universität in Krakau. In den Jahren darauf konnte er auf Reisen und in zahlreichen Kriegseinsätzen Erfahrung sammeln. So nahm er an Kriegszügen gegen aufständische Kosaken und Krimtataren teil und beteiligte sich am Zweiten Nordischen Krieg. 1654 wurde Sobieski zudem als Botschafter ins Osmanische Reich gesandt. Dort lernte er die türkische Sprache und Kultur kennen. Nach zahlreichen weiteren Kriegszügen in denen Sobieski die Möglichkeit hatte sein strategisches Geschick unter Beweis zu stellen, wurde er am 21. Mai 1674 auf den polnischen Thron gewählt.

Als sich am 31. März 1683 das osmanische Heer, 168.000 Mann und 300 Geschütze stark, bei Edirne sammelte, gelang es Papst Innozenz XI. Sobieski und Kaiser Leopold I. zu einem Defensivbündnis zu überreden, das die beiden Herrscher am 1. April besiegelten. Sobieski traf dann am 31. August mit Herzog Karl V. in Hollabrunn zusammen. Am 4. September hielten die beiden Befehlshaber in Setteldorf am Wagram Kriegsrat. Hier wurden die weitere Marschroute und die Taktik zum Entsatz von Wien festgelegt. Differenzen zwischen Sobieski und Herzog Karl V. konnten hier durch Marco d’Aviano aus dem Weg geräumt werden. Am 7. September vereinigte sich das polnische Heer bei Tulln mit dem Heer des Heiligen Römischen Reiches. Das Entsatzheer war nun bereit. Beim letzten großen Kriegsrat vor der Schlacht entschied man sich in drei Kolonnen durch den Wienerwald vorzurücken. Am 11. September besetzte das Entsatzheer das Kahlengebirge worauf es in den Morgenstunden des 12. September zur Befreiung der Stadt losmarschierte. Von dort aus stieß das Heer in den Rücken der osmanischen Belagerer. Nach der Zerschlagung des schwachen rechten osmanischen Flügels durch Herzog Karl V. von Lothringen, konnte die Schlacht schließlich am späten Nachmittag, vor allem durch den Einsatz der polnischen Husaren, entschieden werden. Diese polnischen Elitetruppen konnten die Janitscharen bezwingen und in das osmanische Lager eindringen. Dank Jan III. Sobieski und seinen 27.000 polnischen Truppen konnten die Osmanen vernichtend geschlagen und die Stadt befreit werden. Vom 7. bis zum 9. Oktober konnte den Osmanen unter Beteiligung Sobieskis in der Schlacht bei Párkány eine weitere schwere Niederlage zugefügt werden.

Jan III. Sobieski starb 1696 in seiner königlichen Residenz in Wilanów und wurde im Wawelschloss in Krakau begraben. Aufgrund seiner Unterstützung – sowohl durch sein militärisches Talent als auch durch das Stellen von 27.000 Mann – gilt er als Befreier Wiens. Sein Einsatz steht dafür, dass es möglich ist die größten Gefahren abzuwehren, solange die europäischen Völker zusammenstehen. Sein Erbe ist unser Auftrag!